Nie wieder eine Kündigungsfrist verpassen – mithilfe der Bank

Nie wieder eine Kündigungsfrist verpassen – wie Banken dabei helfen können

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Eigentlich ist die Sache doch simpel: Wenn ich ein Angebot nicht mehr benötige oder ein besseres finde, kündige ich meinen Vertrag und wechsle eventuell zu einem anderen. Woran liegt es also, dass viele Verträge trotzdem jedes Jahr automatisch verlängert werden? Zum einen fehlt den Nutzern die Übersicht über ihre vertraglichen Verpflichtungen, zum anderen kann es am umständlichen Vorgang an sich liegen.  

Kündigung – ein nicht ganz so neues Geschäftsmodell

 

Es gibt bereits verschiedene Anbieter, die Nutzer beim Kündigen ihrer Verträge unterstützen. Dies geschieht in Form von generierten Vorlagen oder bis hin zur Übernahme des gesamten Kündigungsprozesses. Aber hier liegt auch schon der erste Stolperstein: Nutzer müssen aktiv nach solchen Anbietern suchen und deren Angebot nutzen. Wieso bietet man nicht eine Plattform, die beispielsweise Banking und Verträge direkt miteinander verbindet?  Heute ist es mithilfe einer smarten Zahlungsstromanalyse möglich, Verträge zu identifizieren.Wenn man jetzt noch bequem die Kündigungsfrist eingeben kann, würden Nutzer mit genügend Vorlauf über das bevorstehende Vertragsende informiert und können, auf Wunsch, rechtzeitig und rechtssicher den entsprechenden Vertrag kündigen.

Kündigen kostet doch nichts – wieso für ein Feature zahlen, das eigentlich umsonst ist?

 

…weil das Feature eigentlich nie umsonst ist.

Um einen Vertrag wirklich rechtssicher zu kündigen, sollte dies schriftlich in Form eines Briefs oder eines Faxes geschehen. Wenn man genau hinsieht, zeigen sich hier die Kosten: Auch der Brief will mit einer Briefmarke versehen werden und der Preis hierbei liegt auch bei ca. einem Euro, bei einem Einschreiben sogar noch höher – und ein (funktionsfähiges) Faxgerät besitzen die Wenigsten.

Es zeigt sich also, dass das „vermeintliche“ kostenlose Feature nie wirklich kostenlos ist.

Bei Briefen, besonders bei Einschreiben, und bei Faxen erhält man eine (rechtssichere) Bestätigung des Empfangs. Bei einer E-Mail ist das nicht gegeben. Außerdem sind Faxe und Briefe deutlich schwerer zu manipulieren als E-Mails.Auch gibt es immer noch Verträge, die sich einfach nicht per E-Mail kündigen lassen. Dazu gehören Mietverträge, manche Telekommunikationsverträge und logischerweise auch Arbeitsverträge und notariell beglaubigte Verträge.

Die Bank als Mehrwert-Generator

 

Reden wir Tacheles: Das “Sparbuch” ist nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen sollte das Bankkonto schon direkt beim Sparen helfen. Aber wie schafft man dies? Ganz einfach: Durch zusätzliche Services – und hier kommt unsere Vertragskündigung wieder ins Spiel!

Ein einfaches Beispiel:

Der branchenübliche Preis für eine „unterstützte“ Kündigung liegt derzeit bei ca. einem Euro. Eine Bank könnte somit, wenn sie dieses Features in ihrer Online-Banking-App integriert, einen Teil des Betrages erhalten. Gleichzeitig würden die Nutzer davon profitieren, dass das Konto bei dieser Bank regelrecht Geld spart – da sie dieses Feature nutzen können. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Natürlich gibt es bereits jetzt viele Anbieter dieser Features, was fehlt ist eine Plattform die solche Funktionen „unter ein Dach“ bringt – und hier können Banken sich als diese Plattform etablieren. Mobile Apps, wie Yoli, könnten die Kündigung mit vorgenerierten, ausgefüllten Formularen z.B. per Fax (rechtssicher) versenden. Partner, die dieses Feature anbieten, könnten damit über Revenue-Share zusätzliche Einnahmen generieren.  Heute können die einzelnen Verträge mit einem Fristende versehen werden und so die Nutzer mit ausreichend Vorlauf informieren. Wenn dann die Verträge auch noch mit einem Button gekündigt werden können, ist das Vertragshandling vollends digitalisiert.  Solche Funktionen lassen sich problemlos in die meisten Apps, wie Online-Banking, integrieren.

Die Technik und der Bedarf sind da, jetzt muss es nur noch eingebunden werden.