Wie sich Banken in Zukunft aufstellen müssen

Bank der Zukunft. Frau läuft mit Smartphone an Bank vorbei.

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Wie sich Banken in Zukunft aufstellen müssen

Auch wenn es im Jahr 2018 noch keine Hoverboards gibt, die Zukunft geschieht hier und jetzt. Dennoch gibt es einige Bereiche, die noch abwägen, wie sie mit den wachsenden digitalen Anforderungen Schritt halten können – besonders im Bank- und Finanzsektor, in dem auf alte Tugenden wie Beständigkeit und Vertraulichkeit gesetzt wird. Gleichzeitig wünschen sich Kunden zusehends ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können, sie wollen ihre Banking-Angelegenheiten smart und online erledigen, außerdem möglichst transparent und exzellent beraten werden.   

Allen Unkenrufen zum Trotz, wird das Filialgeschäft auch langfristig nicht aussterben. Insbesondere bei wichtigen finanziellen Entscheidungen, wollen Kunden nach wie vor vis-á-vis beraten werden. Doch neben einer Auffrischung der Filialwelt – modernes Interieur mit einer Wohlfühlatmosphäre, dass nichts mehr mit der neonlichtdurchfluteten Funktionseinrichtung der neunziger Jahre zu tun hat, sollten Banken sich auch dem freien Lebensstil ihrer Kunden anpassen. Starre Öffnungszeiten müssen gelockert und erweitert werden und darüber hinaus durch ein digitales Angebot sinnvoll ergänzt werden. Schließlich suchen heute die wenigsten Bankkunden eine Filiale für eine simple Überweisung auf. Mit Online-Überweisungen und digitalen Kontoauszügen sind die Möglichkeiten längst nicht erschöpft.  Nach wie vor, ist die Beratuntgskompetenz der Bankenmitarbeiter ein gefragtes Gut. Dieses und der persönliche Kontakt, lassen sich in Zukunft auch nicht ersetzen. Digitale Dienste können hier aber unterstützend wirken und die Qualität für die Endkunden steigern und den Workload für Mitarbeiter verringern. Der Ansatz, den wir beispielweise mit unserer Baufinanzierung verfolgen ist ein gutes Beispiel dafür. Sie fingiert als Schnittstelle zwischen der eigentlichen Finanzierung und Immobilienvertrieb und reichert diese mit zusätzlichen Informationen an. Der Kunde kann erste Schritte ganz entspannt von zuhause erledigen, wie etwa dem Einreichen benötigter Unterlagen oder einer ersten Analyse leistbarer Immobilien.  

Der persönliche Kontakt mit einem kompetenten Berater bleibt natürlich weiterhin bestehen. Auch hier setzen Fintech-Lösungen an und können eine Beratungssituation smarter gestalten: Unter anderem kann im Vorfeld eine Bonitätsprüfung in Echtzeit vorgenommen oder weitere wichtige Faktoren für die Berechnung der Finanzierungskonditionen ermittelt werden. Das sorgt für mehr Effizienz und spart viel Zeit. Somit sind finos Produkte und Services Schnittstelle zwischen Kreditinstitut und Endkunde.

Es zeigt sich, dass Banken von der Kooperation mit FinTechs nur profitieren können. Während neue Dienste durch FinTechs entwickelt werden, können diese in den Filialen eingesetzt werden und somit neue Bereiche erschließen. Die Transformation der Bank, hinzu einer Service-Plattform, in der Endkunden wichtige Informationen erhalten, schnell Hilfe erhalten und noch individueller beraten werden können, kann so vorangetrieben werden. 

Zusammen ergeben Bank und Fintech-Produkte eine Plattform, die nach wie vor sichere Transaktionen ermöglicht, ein verlässlicher sowie kompetenter Partner in puncto Finanzen ist und somit das nötige Rüstzeug für die Zukunft der Finanzwelt liefert.  

 

Verfasser: Laura-Madlein Scharpen & Alexander Kohout